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Mangelhafte Sozialkompetenz

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Manche Leute sind so hochgradig lächerlich, dass man sich nur an den Kopf fassen kann. Mir ist unbegreiflich, wie die mit ihrem Verhalten überhaupt durch den Alltag kommen. Wenn ich in meinem Job jedesmal beleidigt herum geflennt hätte, wenn ein Kunde meine Arbeit kritisiert hat, hätte mein Chef mir zu Recht spätestens nach dem zweiten Mal eine Standpauke gehalten. Wenn man zwischen berechtigter oder auch unberechtigter Kritik an seiner Arbeit und Kritik an seiner Person nicht unterscheiden kann oder sich gar gebärdet wie ein bockiges Kleinkind, dem man den Lolli weggenommen hat, sollte man keine Tätigkeit ausüben, wo man mit unterschiedlichen Menschen kommunizieren muss. Schon gar nicht sollte man irgendeine leitende Position besetzen. Wenn einem der eigene Stolz wichtiger ist als die Sache, sollte man vielleicht ganz die Finger davon lassen.

Null Sozialkompetenz, aber selbst groß von „erwachsenem Verhalten“ faseln. Sich wochenlang um nichts kümmern, aber innerhalb von Stunden pathetisch empört reagieren, wenn die eigene glänzende Darstellung nach außen angekratzt wird. Argumente und Tatsachen werden ignoriert und der Kritiker als neidisches, in seinem Stolz beleidigtes Würstchen dargestellt. Ad hominem, wenn man in der Sache nicht argumentieren kann. Wirklich total erwachsenes Verhalten! Ja, so hält man Leute, die schon hunderte von Euro gespendet und etliche Wochen Arbeit geleistet haben, bei der Stange. Aber die verbrannte-Erde-Taktik funktioniert offensichtlich, so lange sich immer neue Naivlinge finden.

Auch ein sehr genialer Feldzug: Die Folgen der eigenen Versäumnisse anderen in die Schuhe schieben und es so darstellen, als habe der unliebsame Kritiker etwas unterschlagen im wahrsten juristischen Sinn des Wortes. Schade, dass ich meine Rechtsschutzversicherung gekündigt habe, die muss ich demnächst unbedingt erneuern. Seriös und professionell sieht anders aus, das darf man wirklich keinem erzählen.

Ich könnte gerade vor Wut platzen oder wahlweise losheulen, wenn ich an den Auslöser dieses Disputs denke.
Aber bevor ich noch einen Roman oder alle hässlichen Details niederschreibe, gehe ich lieber mit einer Tasse beruhigendem Lavendel-Tee und meiner Katze ins Bett und befasse mich mit dem Schicksal des Universums (Buch von Prof. Hasinger). Wenn mir Bosonen und Singularitäten durch den Kopf gehen, tun es wenigstens nicht die Lügen und Monologe von narzisstischen Selbstdarstellern.

Infos zu diesem Artikel

18.01.2016 01:45 Uhr

Id 25491 Permalink Mangelhafte Sozialkompetenz

496. Artikel 376 Wörter 2mal angesehen 6 Kommentare

Kategorie(n) Deutsch, Neutrales, Öffentliches, Persönliches

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6 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Das erschreckende dabei ist das es ja leider kein Einzelfall ist. Und was ich noch schlimmer finde ist das man sich selbst manchmal mittendrin wieder findet obwohl man sich komplett rausgehalten hat. Reg dich nicht zu viel auf. Eun bischen aber verschwende die Kraft die du hast nicht auf Leute mit diesem Verhalten… 😉

  2. Jessica sagt:

    Ach Sven, wenn’s dabei um irgendetwas Unwichtiges ginge, würde ich mich nur kurz aufregen und gut ist’s. Trotz Frührentner-Dasein habe ich wirklich genug zu tun. (Unter anderem z.B. Wohnungssuche, das Haus in Nettetal ist schon gekündigt.) Aber wenn es um Tiere geht, verstehe ich keinen Spaß, erst recht nicht, wenn es welche sind, die mehrere Monate in meiner Obhut waren. Oder um eines meiner Elternteile, das sich absolut korrekt verhalten und dafür mit nichts als Ärger belohnt wurde. Bis jetzt habe mich sogar rausgehalten. Mal schauen, ob ich mich noch dazu an prominenter Stelle äußern werde, die Fakten sind nun einmal unwiderlegbar und sprechen für sich bzw. uns.

    Aber Danke für Deine Worte. Ja, das gibt es leider überall, ob es um Cons geht, Briefmarkensammeln oder karitative Zwecke. Wie sagtest Du mal? Profilneurose? Gibt’s da nichts von ratiopharm?

  3. Sven sagt:

    Wenn etwas ist das dir so am Herzen liegt darfst du dich natürlich mehr darüber aufregen. Vorallem wenn es weh tut und auch gegen deine Lieben (Ob Mensch oder Tier) geht. Ich drück dir auf jedenfall die Daumen dafür das die komischen Profilneurotiker nicht versuchen an den Fakten rumzuschrauben. Aber das wird schon! Ach wie schön es wäre wenn es da was von Ratiopharm gäbe. Dann könnte man das einfach heimlich ins Essen mischen…oder in Cocktails… 😉

  4. Maja sagt:

    Ich habe es euch schon immer gesagt: Tierschutz ist ein Sammelpunkt für Idioten! Wenn man da auf Dauer dabei bleiben will, sollte man sich einzig und allein auf die Tiere konzentrieren und keinerlei menschliche Beziehungen eingehen. Alles andere macht auf Dauer nur Ärger.

  5. Jessica sagt:

    Ich bin fast froh, dass Du das sagst. Wenn jemand mit so viel Erfahrung auf dem Gebiet und Grips zu dem Ergebnis kommt, kann meine Beobachtung nicht allzu falsch sein. 😉
    Dummerweise klappte aber nicht einmal das Grundsätzlichste am Ende. Obwohl ich mich bis zum heutigen Tag komplett herausgehalten habe, weiss ich bis heute nicht, wie es der süßen Fleckchen geht, um die ich mich 2 Monate rund um die Uhr gekümmert habe. Ich habe schon etliche Stunden nachts wachgelegen deswegen und so manche Träne vergossen. Schon unter den glücklichsten Umständen war ich recht traurig, sie nicht behalten zu können. (Sie hat leider mein altes Mädchen bei jeder Gelegenheit provoziert.) Uns hat keiner berichtet, wie es ihr geht, den bei der Übergabe zugesicherten Besuch ein bis zwei Wochen später hat man auf einmal abgeblockt.
    Alles menschlich sehr schäbig und objektiv einfach total unprofessionell. Bei manchen Dingen würden andere Tierschutzvereine, Juristen und Finanzbeamte graue Haare bekommen.

  6. Jessica sagt:

    Ich habe zu der Sache noch ein paar Kommentare auf dem Profil von meiner Mutter hinterlassen. Die Typen überbieten sich dort gerade gegenseitig in ihrer Lächerlichkeit. Ich schwanke zwischen Lachen und Weinen. In manchen Fällen würde ich eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung vermuten, in anderen nur verbale Diarrhoe auf Grund von zu viel Vakuum im präfrontalen Cortex, auch als „dumm-wie-brot-Gesabbel-Syndrom“ bekannt.

    Ich finde es immer geil, wenn Leute, die nicht mal zwei Sätze unfallfrei in das Kommentarfeld hauen können, zum Staranwalt mutieren. Wieso glaubt bei Jura (und Computern) jeder Idiot, er könnte etwas darüber sagen? So sicher können sich nur Leute sein, die nicht eine Minute Jura studiert haben. Gerichte sind zum Bersten ausgelastet, Anwälte bekommen Unsummen für jede angefangene Stunde, Rechtsschutzversicherungen verdienen sich eine goldene Nase und die Durchfallquote beim Jura-Studium liegt bei 40 %. Weil jeder dahergelaufene Trottel mit einem Pappermann im Buchregal oder Google alles schon selbst am besten weiss natürlich! Ich vermute unmäßigen Konsum von Richterin Barbara Salesch. Aber selbst da wird so etwas wie Tatbestandsvoraussetzungen oder Ermessensspielraum erwähnt.

    Ebenso lustig: Teilzeit-Tierschützer, die einem Vorträge halten darüber, dass es einem ja nur darum geht, sich mit Tierschutz zu brüsten. Und während sie selbst sich um einige auserwählte Tiere kümmern, schmeissen sie daneben ein totes Tier nach dem anderen auf den Grill oder mißbrauchen sie anderweitig für ihr Vergnügen, und halten ihr Gesicht bei jeder Gelegenheit in die Kamera.

    Ich bin nur froh, dass es jetzt passiert ist, bevor ich noch mehr Geld und Zeit investiert hätte. Ich hatte tatsächlich vor, den Erlös meines gesamten Kostümkrams, den ich nicht mehr brauche oder der neu ungenutzt herumliegt, diesem Verein zu spenden. Und ich hatte mich auf Anfrage bereit erklärt, deren Website zu komplett zu überholen und dauerhaft zu pflegen. Nun ja, Programmierer mit 22jähriger Interneterfahrung und 10 Jahren Erfahrung in Content-Management, Accessibility und WordPress, vielen Ressourcen in Form von für nicht wenig Geld erworbene Nutzungsrechte für Fotos, Icons, Plugins und Templates, viel Freizeit und der Bereitschaft für lau zu arbeiten gibt es ja wie Sand am Meer… NICHT. 😛 Mein Arbeitgeber beziffert die Tagesleistung von so jemandem mit 400 €. 😉 Selbst schuld.

    Wahrscheinlich wäre es mir wie meiner Mutter ergangen, die einen großen Teil des restlichen Warenbestandes des Spielzeugladens, viele weitere Sachsspenden, Medikamente, Futter, Fahrdienste und jede Menge sonstige Arbeitszeit investiert hat: Leute, die keine Ahnung haben, wovon sie da überhaupt faseln, unterbieten sich gegenseitig mit strunzdummen Kommentaren darüber, leugnen, dass es das gegeben hat und fühlen sich wahrscheinlich noch toll, weil sie selbst 3,50 € jährlich spenden, man ist ja schließlich reguläres Mitglied. (Das haben meine Mom und ich extra nicht gemacht, dafür gab es zu viele Dinge, die mir nicht gefallen haben.)

    Ich werde keine weitere Lebensminute mit dem Scheiss verschwenden, mir reicht der Migräneanfall von gestern.

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